An diesem Nachmittag/Abend spielt das Duo LiedKunst Eilika und Bernhard Wünsch zusammen mit dem Violinisten Mathias Naundorfer ein Programm mit Werken von Robert Schumann. Lieder, die der Dirigent und Pianist Bernhard Wünsch eigens für dieses Konzert für diese Besetzung arrangiert hat.

Die große Leidenschaft des Duos gilt seit Jahren dem Kunstlied, dieser unvergleichlichen Liaison zwischen Stimme und Instrument, Poesie und Musik, darum entwickeln sie stetig neue Programme und bringen damit ihr Anliegen: "das Publikum mit in den Bann des Lieds zu ziehen" in möglichst vielen ihrer Konzerte auf die Bühne.
Die erklärenden und unterhaltenden Moderationen mögen dazu dienen, die Musik tiefgründiger zu verstehen und auch die Textdichter nicht nur als "Namen" zu lesen, sondern auch als Künstler, die vor allem im "Lied" eine sehr bedeutende Stimme haben.

Programm: aus Robert Schumann "Liederkreis" op. 24 und op. 39 in einer Bearbeitung für Sopran, Violine und Klavier von Bernhard Wünsch
Fantasiestücke op. 73

Es war eines der produktivsten Jahre in Robert Schumanns Künstlerleben: das Jahr 1840. Es war vor allem ein Jahr der Lieder. In dem Dichter Heinrich Heine hatte Schumann einen verwandten Geist gefunden. Als Gipfel seiner Auseinandersetzung mit Heine entstand schließlich die "Dichterliebe". Aber auch im wenige Monate zuvor komponierten Liederkreis op. 24 klingt schon vieles an, was später den Liedkomponisten Schumann ausmacht. 1840 das "Jahr der Wunder" begann eben mit der Komposition des Liederkreises op 24.

In den Jahren zuvor hatte Schumann fast ausschließlich Klaviermusik komponiert und sich in seinen Ausdrucksmöglichkeiten mehr und mehr eingeschränkt gefühlt. Als er schließlich die Lyrik Heinrich Heines und dessen "Buch der Lieder" für sich entdeckt, ist es, als ob sich ein Knoten löst; der Liederkreis op. 24 ist schwärmerischer erster Ausdruck einer neuen Hochstimmung Schumanns und eines bislang kaum gekannten Tatendrangs. "Ach, Clara, was das für eine Seligkeit ist, für Gesang zu schreiben; die hatte ich lang entbehrt", schreibt Schumann an seine Braut. Noch im selben Jahr, dem Jahr 1840, das künstlerisch und privat so wichtig ist für den Komponisten, wird Robert Clara heiraten.

Mit Schumann und Heine haben zwei große romantische Geister zueinandergefunden. Schumann widmet seinen Liederkreis op. 24 einer künstlerischen Weggefährtin, der Sängerin Pauline Viardot. Auch an Heine schickt er ein Exemplar, bekommt jedoch keine Antwort, und es ist nicht sicher, ob der Dichter die Ausgabe überhaupt erhalten hat. Diese neun frühen Lieder können durchaus als Vorstufe der wenige Monate später entstandenen "Dichterliebe" verstanden werden, in der sich Schumann noch intensiver mit Heine auseinandersetzt.

Dem gegenüber werden Lieder aus dem Liederkreis op. 39, der berühmt wurde durch die Komposition "Mondnacht", eines der bekanntesten und beliebtesten im Reigen der Schumann'schen Lieder, sowie die Fantasiestücke op. 73 von Schumann in einer Bearbeitung für Violine und Klavier gestellt.

(Copyright: Wünsch GbR)

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