KulturBahnhof Kassel

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Um Kulturschaffende in Kassel während der Corona-Krise zu unterstützen, haben Akteure des KulturBahnhofs eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die zum „Hamstern“ animiert. „Hamstert Klopapier zur Kulturrettung!” – Auf den ersten Blick könnte der Aufruf von Akteuren des KulturBahnhof Kassel missverstanden werden. Dabei geht es den Kulturschaffenden weder um gewöhnliches Toilettenpapier noch um leere Supermarktregale. Hinter dem Aufruf steckt eine Spendenaktion, die der Kulturbahnhof in Kooperation mit dem Kulturdezernat der Stadt und dem Kasseler Karikaturisten Gerhard Glück ins Leben gerufen hat. Mit dem Erwerb von Kunstdrucken sollen Kulturschaffende der Kasseler Kulturszene unterstützt werden, die von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind.
Kulturelles Klopapier

Für eine Spende von 50 Euro erhalten Unterstützer den limitierten Druck einer Zeichnung von Gerhard Glück. Das Werk „Ohne Kultur isses für´n Arsch“ hat der mehrfache Preisträger des Deutschen Karikaturistenpreises eigens für die Aktion entworfen. Vom Team des KulturBahnhofs wurde der Druck von Hand auf 3.643 Blätter Toilettenpapier gestempelt. Das „Klopapier zur Kulturrettung” ist bis Mittwoch, 20. Mai, auf der Spendenplattform Startnext erhältlich.

„Toilettenpapier ist zu einem Symbol der Corona-Pandemie in Deutschland geworden und das „Hamstern“ zum Sinnbild des Ausnahmezustands”, heißt es im Aufruf der Initiative. Nicht nur deshalb ermutigt Martin Sonntag, Leiter der Galerie Caricatura, Teilnehmer der Aktion auch zum „Hamstern” des kulturellen Klopapiers: „Die Wertsteigerung des ohnehin begehrten Toilettenpapiers, nun auch mit Kunstdruck, ist abzusehen. Für Sammlerinnen und Sammler ist dieser Kunstdruck ohnehin ein Muss!“
Hilfe für Kulturschaffende

Der Erlös soll durch eine unabhängige Jury an Kulturschaffende verteilt werden, die durch die Corona-Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind. Besetzt werden soll das Gremium mit Vertretern der Vereine Kultur-Bahnhof und Kulturnetz sowie Vertretern der freien Szene und des Kulturamts. „Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens treffen die Kulturschaffenden in Kassel hart.”, sagt Kulturdezernentin Susanne Völker, „Umso wichtiger ist es, jetzt unkompliziert, kreativ und gemeinsam zu helfen.”

Christoph Langguth vom Verein KulturBahnhof betont, dass die bereitgestellten staatlichen Soforthilfen die entstandenen Verluste durch Veranstaltungsabsagen und Honorarsaufälle nicht vollständig auffangen könnten. „Für vielen Kultur-Akteure greifen leider keine staatlichen Krisen-Pakete. Diese Menschen sind in ihrer Existenz bedroht und somit steht auch ein entscheidender Teil unserer Kulturlandschaft auf dem Spiel.” Gemeinsam mit den anderen Initiatoren zeigt sich Langguth optimistisch: „Wir hoffen, dass der Schulterschluss zwischen Kultur-Bahnhof, Gerhard Glück und Stadt Kassel erfolgreich verläuft und in möglichst vielen Kasseler Wohnungen das Klopapier zur Kulturrettung zum Symbol der Solidarität in der hoffentlich bald überstandenen Krise wird.“

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