Musa

Wer bin ich

„Musa in love“ – unter diesem Motto hat das Göttinger Kulturzentrum Musa einen Aufruf in den sozialen Medien gestartet. Die ersten Liebeserklärungen sind bereits eingegangen.

„Wir brauchen ein bisschen was für die Seele“, sagt Tine Tiedemann, Sprecherin des Göttinger Kulturzentrums Musa, über einen Aufruf, der unter dem Motto „Musa in love“ dieser Tage über die sozialen Medien gestartet wurde. „Wir brauchen Liebesbriefe von euch oder Poesie-Albumeinträge nur für uns“, heißt es da zum Beispiel. Und weiter: „Wir möchten daraus eine Instatstory oder Facebook-Geschichte machen.“

In Zeiten, da Künstler ums Überleben kämpften und auf jede Spende angewiesen seien, erhoffe sich das Kulturzentrum moralische Unterstützung. Die Liebesbeweise als klassischer Brief, als Postkarte oder Foto sollen nach außen zeigen, „dass wir systemrelevant sind“, so Tiedemann –eingebettet in Göttingen mit all den Facetten, die die Musa beherberge: Tanzende, Kreative, Konzertbesucher, Partywütige, Künstler, Filmleute, Fotografierende, Sprayer, Bands… „Sie alle sind Kultur und wichtig“, betont die Musa-Sprecherin.
Aufmerksamkeit schenken

„Schenkt uns eure Aufmerksamkeit, zeigt, dass ihr für uns einsteht und warum wir für euch wichtig sind“, formuliert Tiedemann den Appell an alle jene, die die Musa und die Arbeit des Kulturzentrums gut und wichtig finden. Die ersten Rückmeldungen seien bereits eingegangen – Briefe, Fotos, eine Videobotschaft oder auch ein großes rotes Herz. Da sei zum Beispiel die junge Fotografin, die 2017 in der Musa ihre erste Ausstellung hatte und dort „entdeckt“ wurde. Oder der Illustrator, der das Musa-Team zeichnen wolle.

Die Musa-Sprecherin verrät, was mit den Liebesbeweisen geplant ist: „Wir brauchen so viele Briefe, dass wir eine Wäscheleine rund um die Musa hängen können, dass wir in eurer Mitte sind. Wenn wir das schaffen, seid ihr wahre Helden.“
„Stubenhocker Sessions“

Außer dem Aufruf zu „Musa in love“ hat die Musa die„Stubenhocker Sessions“ gestartet. Die Livestream-Konzertreihe des Kulturzentrums gibt es während der kontaktbeschränkten Coronazeit dienstags auf der Musa-Facebookseite. Den Auftakt machte am 7. April Bodo von Zitzewitz alias „komparse“. Motto der „Stubenhocker Sessions“, deren zweiter Teil am Dienstag, 14. April, mit von Zitzewitz am Schlagzeug beim Konzert von Frau Pauli über die Bühne geht, ist: „Weil es überall um uns gerade still wird, wollen wir für euch laut bleiben.“ Es besteht die Möglichkeit, während des Livestreams den Künstler und die Musa durch Spenden zu unterstützen – über den link q-tip@musa.de oder Paypal.me/musakulturzentrum.