Städtisches Museum Seesen

Wer bin ich

Wie die Stadt selbst, liegt das zentrumnahe historische Gebäude des herzoglichen Jagdschlosses in Grünanlagen eingebettet. Seit 1964 ist hier das Museum der Stadt Seesen untergebracht. In seiner unmittelbaren Nachbarschaft finden sich die Burg Sehusa, der Ratskeller – jahrhundertelang Rathaus der Stadt und die Schlosskirche St. Andreas, zu einem romantischen Gruppenbild zusammen.

Seesen, die kleine Stadt am Rand des Harzes, hat in ihrer Vergangenheit vielfach Zeichen gesetzt. Von Seesen aus haben viele Ideen und Innovationen ihren Weg in die Welt gefunden:

  • In Seesen werden 1830 die ersten deutschen Konservendosen vom Klempnermeister Züchner hergestellt.
  • Israel Jacobson gründet 1801 eine Reformschule, die mit ihrem Gotteshaus, dem „Jacobstempel“, zur Geburtsstätte und zum Symbol für das liberale Judentum wird.
  • Louis Spohr beginnt hier in frühen Kinderjahren seine musikalische Laufbahn an der Geige, die ihn auf die Bühnen Europas zu einem gefeierten Interpreten und Komponisten des Biedermeiers werden lässt.
  • Heinrich Engelhard Steinweg baut in Seesen seine ersten Klaviere. 1850 wandert er mit seiner Familie nach New York aus. Unter dem Namen „Steinway & Sons“ erobern seine Instrumente die Konzerthallen der Welt.

Daneben kann man im Städtischen Museum einiges über Seesens „bewegtes Stadtbild“ erfahren: Natur und Mensch formen die Landschaft ständig neu. Erdfälle und Feuersbrünste schlagen sich in der Harzstadt ebenso nieder wie die neuen Verkehrswege Eisen- und Autobahn.

Der nahe Harz gehört aus geologischer Sicht zu den ältesten und interessantesten Gegenden der Erde. Auch aufgrund seiner hervorragenden Mineraliensammlung ist das Museum seit 2007 als Geopunkt des Geoparks „Harz – Braunschweiger Land  – Ostfalen“ ausgewiesen.

Regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen bildender Künstler sowie zu kultur- und lokalgeschichtlichen Themen ergänzen die Dauerausstellungen.

Städtisches Museum Seesen
Adresse
Wilhelmsplatz 4 38723 Seesen