Reinhart Thomas wurde 1949 in Celle geboren und ist ein waschechter Niedersachse. Sinner und Sucher seit seiner Jugend, später Student der Geschichte, Politikwissenschaften und Pädagogik, danach im Selbstverständnis eines Aufklärers Lehrer, heute Studienrat im Ruhestand, findet er seit über drei Jahrzehnten, frei assoziierend aus seiner Wahrnehmung der Welt, einen Ausdruck für Geist, Herz und Seele in der Poesie. 

Lyrik wird nicht von vielen Menschen angenommen. Für jene aber, welche ein Gespür für Lyrik entwickeln wollten und konnten, sind Gedichte wie ein Weg in die Seele, die aus den Worten und Versen ein Bild, einen Film oder ein Lied zaubert. Dann ist es so, wie der Musiker die Saite seiner Gitarre anreißt und in Schwingung versetzt, wodurch ein Klang entsteht. In der Musik liegt wie in der Lyrik eine Magie verborgen, eine geheimnisvolle, unergründliche Macht, die sich erst in der Seele entfaltet und Gefühle erregt, wenn man dies zulassen mag. Der Poet ist sicher kein Magier, denn er kann zwar große Wortkunst entfalten, aber kein Publikum verzaubern. Die Magie der Poesie liegt nicht im Gedicht selbst, sondern in der individuellen Rezeption. Sie bleibt im Kokon wie die Larve verborgen, oder sie entschlüpft dem Wort, dem Vers und entfaltet sich im Lesen oder beim Lauschen wie ein Schmetterling. Gedanken mögen pumpen wie des Falters Flügel, Emotionen mögen flattern oder gleiten. Dann ist das Gedicht eine Startrampe für einen magischen Flug durch seelische Sphären.

Kontakt

Kontakt

Kommentare

Kommentare