Ob Hochrad oder Hollandrad, Rennmaschine oder rostiger Drahtesel – das Fahrrad hat in Göttingen seit jeher einen festen Platz. Schon in den 1880er Jahren rollten die ersten „Velocipedisten“ über das Kopfsteinpflaster der Stadt. Vereine machten das Radfahren zu einer gesellschaftlichen Bewegung – zwischen Sport, Geselligkeit und sozialem Engagement.
Erstmals werden in Göttingen außergewöhnliche Fahrradmodelle gezeigt, die aus der einzigartigen Sammlung des Deutschen Fahrradmuseums Bad Brückenau stammen. Die in Kooperation entstandene Ausstellung vermittelt die Kulturgeschichte des Fahrrads von der Suche nach der besten Form, dem besten Antrieb, dem besten Material. Die Ausstellung erzählt Göttinger Fahrradgeschichte von den ersten Vereinen über Radrennen am Sandweg, vom Traum eigener Radwege bis hin zu Demos gegen den Autobahnausbau in den 1990ern. Sie zeigt, wie unterschiedlich Menschen das Rad nutzten – zum Sport, zum Protest, für die Freiheit auf zwei Rädern.
Nach erfolgter Restaurierung wird auch erstmals ein seltenes Fahrradmodell aus dem Bestand des Städtischen Museums gezeigt.
Designmodelle, Kultobjekte und Kuriositäten, ausgefallenes Fahrrad-Equipment und historische Fotografien erzählen von Erfindergeist, Aufbruch und Alltag. Und wer sich traut, kann eine Zeitreise machen, Mitglied des ersten Velocipedisten-Clubs in Göttingen werden und ein echtes Hochrad besteigen.
Die Firma Ongineer GmbH, E-Bike- und Scooter-Ladeinfrastrukturen, ist Förderer der Ausstellung.
Der Eintritt in das Museum ist kostenfrei.
Veranstaltungsort
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Städtisches Museum Göttingen
Ritterplan 7/8
37073 Göttingen
Deutschland