Wer hat den Boxer blutig geschlagen? Die Bronzen vom Quirinal

Status
Findet planmäßig statt
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Die aktuelle Ausstellung „hautnah“ in der Sammlung der Gipsabgüsse zeigt, dass im antiken Griechenland nicht nur Marmorfiguren, sondern auch Bronzestatuen farbig gestaltet waren. Denn das Ziel und die Fähigkeit der griechischen Meisterbildhauer war es, täuschend lebensechte, ‚hautnah‘ erlebbare Figuren zu schaffen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen vier maß- und materialgetreue Rekonstruktionen von Schlüsselstücken der griechischen Bronzeplastik. Zwei der Originale wurden 1885 bei Bauarbeiten am steilen Südosthang des Quirinalshügels in Rom gefunden. Offenbar waren die Statuen in den Gewölben einer großen römischen Terrassenanlage versteckt worden.
Die eine von ihnen stellt einen in Herrscherpose auftretenden stehenden nackten jungen Mann dar, die andere einen nicht mehr ganz jungen, sehr muskulöse sitzenden Boxer. Sein verschwollenes Gesicht ist übersät von Platzwunden, aus denen das Blut auf Schulter, Arm und Oberschenkel herabtropft.
Zwar stammen beide Statuen vom selben Fundort. Aber waren sie auch ursprünglich zusammengehörig? Bildeten sie vielleicht sogar eine mythologische Gruppe, die vom Kampf des griechischen Helden Polydeukes gegen den brutalen Barbarenkönig Amykos erzählte?
Diese ungelösten Deutungsfragen werden in der Führung genauer behandelt, doch wird auch ein allgemeiner Überblick über die Ausstellung gegeben.

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort
Adresse

Archäologisches Institut und Sammlung der Gipsabgüsse
Nikolausberger Weg 15
37073 Göttingen
Deutschland

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Art der Veranstaltung
Vor Ort

Veranstaltungsreihe

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Teil der Veranstaltungsreihe

Bild
zwei farbige Bronzestatuen

hautnah. Die farbigen Bronzestatuen der Griechen: Kunst und Technik

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Dass antike Marmorskulpturen ursprünglich nicht weiß waren, sondern farbig bemalt, ist kein Geheimnis mehr – nicht zuletzt dank der weltweit erfolgreichen Wanderausstellung „Bunte Götter“, die 2011 auch in Göttingen zu sehen war. Die neue Ausstellung „hautnah“ knüpft an die dort präsentierten...

Archäologisches Institut und Sammlung der Gipsabgüsse

Veranstalter:in

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