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Begleitend zur Ausstellung »Auschwitz Birkenau« im Kunsthaus Göttingen findet am Di. 27.5.25 im Kino Méliès, Bürgerstraße 13, die Filmvorführung von »Der Schatten des Kommandanten« (Daniela Volker, 2024) statt.
Der Schatten des Kommandanten
Hans Jürgen Höss ist der Sohn von Rudolf Höss, dem Kommandanten des KZ-Vernichtungslagers Auschwitz. Er hatte mit seiner Familie eine glückliche Kindheit in einer Villa neben dem KZ. Anita Lasker-Wallfisch kämpfte als Jüdin in Auschwitz um ihr Überleben. Sie war Cellistin im Orchester des Lagers. Das hat ihr das Leben gerettet. Der Film begleitet die beiden, wie sie sich zusammen mit ihren Kindern Kai Höss und Maya Lasker-Wallfisch mit ihrer Vergangenheit und den sehr unterschiedlichen Lasten, die sie aufgrund ihrer Herkunft tragen, auseinandersetzen. Acht Jahrzehnte nach der Befreiung von Auschwitz stehen sie sich in Lasker-Wallfischs Wohnzimmer in London gegenüber. Es ist das erste Mal, dass ein Nachkomme eines maßgeblichen Kriegsverbrechers und eine Überlebende sich in einem so persönlichen Rahmen begegnen.
Im Herbst 2024 dokumentierte Juergen Teller die KZ-Gedenkstätten in Auschwitz fotografisch. Seine Ausstellung „Auschwitz Birkenau“ bildet den Auftakt zum Neubeginn im Kunsthaus Göttingen (27. März bis 1. Juni 2025). Vor dem Film gibt es eine Einführung von Michel Graver vom Steidl Verlag.
GB 2024, 103 Min., FSK 12 OF (engl./dt.) mit dt. Untertiteln
Regie: Daniela Volker
Dienstag 27.5. um 20 Uhr im Kino Méliès
Karten unter
lumiere-melies.de