Glanz und Schweiß: Zeitreise in die Ära der Glashütte Buder

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Findet planmäßig statt
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Wegen der großen Nachfrage bietet der Heimatverein Volpriehausen erneut einen Vortrag über die Geschichte der Glashütte Buder an.


Fast vier Jahrzehnte nach der Schließung der Glashütte präsentiert Friedel Baumer, der selbst 15 Jahre als Ziseleur dort tätig war, eine spannende Dokumentation über ein prägendes Kapitel regionaler Industriegeschichte.


Vom Munitionslager zum Wirtschaftswunder


Die Geschichte der Glashütte Buder ist untrennbar mit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Im Jahr 1949 wählte Firmengründer Ernst Buder Volpriehausen als Standort aus. Die Wahl war strategisch klug: Die massiven Gebäude der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt boten ideale Bedingungen, und der direkte Gleisanschluss an die Strecke Northeim-Ottbergen sicherte den reibungslosen Transport von Rohstoffen und edlem Bleikristall.


In den folgenden 37 Jahren entwickelte sich das Unternehmen zu einem Eckpfeiler der regionalen Wirtschaft. Mit zeitweise fast 300 Arbeitsplätzen brachte die Hütte einen gewissen Wohlstand in die Region und lockte Fachkräfte aus der Ferne an, die in Volpriehausen eine neue Heimat fanden.


Einmalige Einblicke: „Knochenarbeit“ auf Leinwand


Im Mittelpunkt des Abends steht eine Dokumentation, die weit mehr als über Zahlen und Fakten hinausgeht. Friedel Baumer zeigt unter anderem einzigartige Super-8-Schmalfilme. Diese Aufnahmen zeigen die enorme körperliche Belastung der Arbeiter z. B. beim Austausch verschlissener Schmelzhäfen.


Die Besucher begleiten den Weg des Glases von der glühenden Masse über die Veredelung in der Schleiferei bis hin zum Versand. Dabei spart Baumer auch die Schattenseiten nicht aus: Die Umweltbelastungen jener Zeit werden ebenso thematisiert wie das endgültige Aus im Jahr 1986 und der spätere Abriss der Gebäude bis hin zur Sprengung des Schornsteines im Jahr 2005.


Geschichte zum Anfassen


Ergänzt wird der Vortrag durch eine Ausstellung zahlreicher Original-Exponate. Zu sehen sind:


· Historische Arbeitsgeräte und Werkzeuge


· Holzblasformen und Pressformen


· Original-Dokumente aus der Betriebszeit


Ehemalige Mitarbeiter stehen für Gespräche zur Verfügung. Außerdem wird Essen und Trinken angeboten.



Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende für den Erhalt des Kalibergbau-Museums Volpriehausen gebeten.

Veranstaltungsort

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Adresse

Dorfgemeinschaftshaus Uslar-Schlarpe
Hardegser Str. 4
37170 Uslar
Deutschland

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Art der Veranstaltung
Vor Ort

Veranstalter:in

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