Viele hätten gern eine Wohnung in einem Altbau in zentraler Lage, und die junge Zoey hat das große Glück, in so einer wohnen zu können. Sie ist eine der letzten Mieter*innen in dem Haus aus dem Jahr 1880, das nach und nach von einer Immobilienfirma entmietet wird. Seit langem schon hält sie dem Druck stand, der auf sie ausgeübt wird. Denn zu groß ist ihre Angst, keine neue bezahlbare Wohnung finden zu können, auf der Straße zu landen und einsam zu werden. Doch je leerer das Haus durch die ausziehende Nachbarschaft wird, umso lauter werden die musizierenden Gespenster aus dem 19. Jahrhundert. Über die liebe Not, die man mit den lärmenden Spukgestalten und den Vermieterinnen hat, lernt Zoey ihre taube Nachbarin Trisha kennen. Fürsorglich kümmert sich Trisha um die immer erschöpfter und resignierter werdende Zoey, und sie schaffen es in empathischer und zugewandter Weise, zwischen hörendem und gehörlosem Menschen eine Freundschaft aufzubauen. Doch mit der Zeit spitzen sich die Konflikte zu, und Entscheidungen müssen getroffen werden. In »Altbau in zentraler Lage« treffen die harte Realität des Mietmarkts, eine opulente Fantasie, die Macht des Geldes, die Schönheit der Musik und ganz wesentlich Hören und Nicht-Hören aufeinander und entfalten eine ganz eigene Theaterrealität, die Kritik formuliert, aber auch bezaubert.

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