Die Odyssee - Ein szenisches Projekt mit Patienten des MRVZN Moringen frei nach dem Epos von Homer

Ein Mann will nach Hause. Der Krieg im Ausland, in dem er gegen seinen Willen gekämpft hat, ist zu Ende. Der lange erhoffte Sieg bringt ihm und den Mitkämpfern aber keinen Frieden. Der Weg zurück in die Heimat erweist sich als eine unerwartet schwere Prüfung. Die Schiffe, mit denen er und seine Landleute, schnell nach Hause segeln wollen, geraten in Stürme und werden an unbekannte Küsten getrieben. Die Orte, an denen sie stranden, erweisen sich selten als Paradies. Überall lauern Gefahren für Leib und Leben. Manchmal sind sie gezwungen,
jahrelang auf eine Gelegenheit zur Weiterreise zu warten. Der Mann kann keine Briefe oder Boten schicken. Manchmal glaubt er, verrückt zu werden vor Kummer, und manchmal vergisst er sein altes Leben im Drogenrausch. Daheim glauben immer weniger Menschen, dass er lebend zurückkommen wird. Nur seine Frau und sein Sohn geben die Hoffnung nicht auf. Den Vorschlag, einen anderen Mann zu heiraten, lehnt die Frau ab. Ihr Gefühl täuscht sie nicht. Eines Tages geschieht das Wunder. Der Mann kommt nach Hause. Aber auch dort muss er erst einen Krieg führen, um anzukommen.

In Zusammenarbeit mit didaktischem und therapeutischen Fachpersonal haben Stefan Dehler und Christoph Huber im Niedersächsischen Maßregelvollzugszentrum Moringen mit Patientinnen und Patienten ein Theaterstück voller fantastischer, anrührender und komischer Episoden frei nach Homers berühmten Epos erarbeitet.

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