Elisabeth von Calenberg war die Tochter des Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg und wurde 1525 mit dem Herzog Erich I. von Braunschweig-Lüneburg verheiratet. Nach dessen Tod im Jahr 1540 übernahm sie als Vormund für ihren Sohn die Regierung. In dieser Funktion setzte sie sich für die Einführung der lutherischen Lehre ein und stand im Austausch mit dem Reformator Martin Luther. Unterstützt wurde sie dabei unter anderem von dem Theologen Antonius Corvinus, der 1542 in ihrem Auftrag eine Kirchenordnung für das Fürstentum erarbeitete. Auch Begegnungen mit Katharina von Bora sind überliefert. Die Inszenierung greift diese historisch belegten Zusammenhänge auf und stellt sie in einen biografischen Zusammenhang.
Das Stück ist von Dorothea Speyer-Heise entwickelt und wird von ihr aufgeführt. Speyer-Heise ist Theologin und war über viele Jahre als Klinikseelsorgerin tätig, unter anderem am Albert-Schweitzer-Krankenhaus in Northeim. Seit 2013 befindet sie sich im Ruhestand, bleibt jedoch weiterhin kulturell und seelsorgerisch engagiert. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Darstellerin eigener Stücke ist sie in der Region auch durch Lesungen und kulturelle Beiträge bekannt.
Ein Beispiel hierfür ist ihr Ein-Personen-Schauspiel über Katharina von Bora, das sie selbst verfasst und auf die Bühne gebracht hat. In dieser Produktion verband sie historische Inhalte mit einer persönlichen Perspektive und gestaltete die Darstellung eigenständig als Monolog. Auch bei Veranstaltungen der Hospiz-Stiftung war sie wiederholt beteiligt, etwa mit literarischen Programmen und Lesungen, die zugunsten der Hospizarbeit durchgeführt wurden. Ihr neues Stück über Elisabeth von Calenberg knüpft an dieses Format an und erweitert den thematischen Fokus auf eine weitere Frau der Reformationszeit.
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