„Meine Texte lügen so wenig wie die Tränen von Michael Holm“

Andreas Pietsch löst die Schlager-Geheimnisse der 70er-Jahre: Wie war das für Alice, Tür an Tür mit Howard zu leben? Was heißt eigentlich Hossa? Und wieviel Alkohol enthalten sieben Fässer Wein? Antworten, jede Menge Jux und Gelegenheit zum Mitsingen gibt es bei der Veranstaltung

Die Schlager der 70er-Jahre stecken voller Rätsel. Wer war die Tramperin nach Mendocino und warum kennt dort niemand das Girl? Wie endete die Geschichte mit dem Mann, der erst durch Vorstadtstraßen heimwärts ging und dann bei Griechischem Wein in einem Wirtshaus versackte? Und überhaupt: Who the fuck is Alice? – Endlich gibt es Antworten.

Was sind das für sieben Brücken, über die du gehen musst?
Autor Andreas Pietsch hat recherchiert (so nennt er es jedenfalls). Der Titel des Programms zeigt, wo es langgeht: „Er war 16 und ich 31“. Klingelt da nicht was? Genau! In „Und es war Sommer“ erinnert sich Peter Maffay daran, wie er im zarten Alter von 16 Jahren mit tatkräftiger Unterstützung einer 31-Jährigen zu einem echten Mann wurde. Als solcher sah er bekanntlich die Sonne aufgehen. Doch wer hat je gefragt, wie das für die Frau war mit diesem Bubi? – Pietsch klärt auf und beteuert: „Meine Texte lügen genauso wenig wie die Tränen von Michael Holm.“
Nebenbei erfährt das Publikum, was das für sieben Brücken sind, über die du gehen musst. Die Sache mit dem Bett im Kornfeld lief übrigens auch anders ab, als Jürgen Drews uns das seit Jahrzehnten weismacht. Und warum steht da jemand bei Wind Nordost auf der Startbahn null-drei?
Songs und „Hintergrundberichte“ im Wechsel
Seit zwei Jahren tingelt der Coburger Andreas Pietsch durch die Kleinkunstszene und trägt eine abgedrehte Geschichte nach der anderen vor. Sollte jemand die alten Schlagertexte nicht mehr präsent haben, macht das nichts! Die Erinnerung an Fiesta Mexicana und Ohrwürmer wie Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n wird vor jedem „Hintergrundbericht“ aufgefrischt. Dazu bringt Pietsch mit Marco Pfennig einen versierten Musiker mit, der die Songs reanimiert und niemanden zum Mitsingen aufzufordern braucht. Das kommt von allein.

Infos: www.hitgeschichten.de.

Copyright: Helmut Orwat

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