Herbert Linne (Jahrgang 1948) ist Autodidakt.
Als Schüler lernte er Alfred Pohl, den weit über Göttingens Grenzen bekannten Künstler und Holzschneider, kennen und schätzen. So entstanden erste Linolschnitte als Schülerarbeiten. Später wurden zu Weihnachten und zum Jahreswechsel regelmäßig Druckgrafiken als Grußkarten erstellt. Seit einigen Jahren entstehen auch mehrfarbige größere Formate in kleinen Auflagen.
Die Motive liefert der Alltag mit seinen vielen Eindrücken und Begegnungen. Auf Spaziergängen findet er die unterschiedlichsten Motive und Eindrücke. Vor Ort werden Skizzen gefertigt. Diese Vorlagen werden dann künstlerisch bearbeitet und die einzelnen Farbflächen so umgesetzt, dass sie in den Druckstock geschnitten werden können.
Der Holzschnitt ist ein Hochdruckverfahren, das heißt, nur die hochstehenden Teile der Druckplatte drucken das Bild. Bei mehrfarbigen Drucken wird für jede Farbe eine Platte geschnitten und dann nacheinander gedruckt.
Ein anderes Verfahren ist die „verlorene Platte“. Hierbei wird nur mit einer Druckplatte gearbeitet und nach und nach die Plattenbereiche weggeschnitten, die in der vorher gedruckten Farbe im Bild erscheinen soll. Schon bei der zweiten Farbe ist der Druckstock für die erste Farbe nicht mehr zu verwenden. Er ist also für diese Farbe „verloren“.
Die mehrfarbigen größeren Holzschnitte von Herbert Linne sind fast alle nach diesem Verfahren als „verlorene Platte“ entstanden und auch nur in einer kleinen Auflage von wenigen Blättern von Hand gedruckt.
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