Die Ausstellung "Gips statt Elfenbein" gibt einen Einblick in die Gipsabgüsse der universitätseigenen Kunstsammlung und der Sammlung der Gipsabgüsse des Archäologischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen. Gipsabgüsse sind weit mehr als bloße Kopien. Sie sind Zeugnisse ihrer Zeit, Werkzeuge der Wissenschaft und eigenständige Objekte mit einer faszinierenden Geschichte. Die Ausstellung Gips statt Elfenbein rückt diese vielfach unterschätzten Werke in den Mittelpunkt.
Viele der gezeigten Stücke gehen auf herausragende Elfenbeinwerke der Spätantike, der byzantinischen Welt und des Hochmittelalters zurück. Die Ausstellung beleuchtet einerseits die Provenienz der Originale und Abgüsse, andererseits auch deren Biographien: Woher stammen die Objekte, wozu dienten die Abgüsse und wie wurden sie gefertigt?
Von spätantiken Elfenbeintafeln, die einst hohe Würdenträger schmücken ließen, bis hin zu hochmittelalterlichen Leuchtern, lädt die Ausstellung ein, Gips neu zu entdecken: als Zeugen der Vergangenheit, als Medium der Wissenschaft und als eigenständiges Kulturgut, das den Dialog zwischen Vorbildobjekt und Kopie eröffnet.
Kommentare