Das Ehepaar Otto und Anna Quangel sind eher unauffällige Menschen, die in einem unauffälligen Wohnhaus in Berlin Prenzlauer Berg wohnen und die sich nicht für Politik interessieren – Hitler haben sie gewählt, weil es eben alle gemacht haben. Doch der Tod ihres einzigen Sohnes an der Front bringt ihre Welt ins Wanken. Aufgerüttelt von der Realität des Krieges, der nun ihren ganz privaten Kosmos berührt, wächst der innere Widerstand des Paares gegen das Regime und sie greifen zu außergewöhnlichen Mitteln: Sie schreiben und verteilen Postkarten, auf denen Botschaften des Widerstandes geschrieben stehen. Dieses Zeichen gegen das System ruft den Obergruppenführer Prall auf den Plan, der Kommissar Escherich auf den Fall ansetzt und schnelle Aufklärung einfordert. Es folgen Denunziationen, Diebstähle und Betrug, die die Hausgemeinschaft der Quangels zerstören und schließlich zu mehreren Todesfällen führen … »Jeder stirbt für sich allein« basiert auf einer wahren Begebenheit im Berlin der 1940er-Jahre und entwickelt aus der dichten Beschreibung einer Hausgemeinschaft ein entlarvendes Gesellschaftspanorama, das die Frage danach stellt, wie weit der eigene Mut reicht, sich gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit zu stellen.

Nächste Termine

Nächste Termine

Vergangene Termine

Kontakt

Kommentare

Kommentare

Ähnliche Angebote

Ähnliche Angebote
  • Bild
    Plakat Loriot 100

    Loriot 100

    In Kooperation mit dem Göttinger Literaturherbst. Der weltberühmte Humorist Loriot – alias Vicco von Bülow – wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Und es gibt gleich mehrere Gründe, diesen...

  • Bild
    Edgar Allan Poe Erlebnislesung

    Edgar Allan Poe Erlebnislesung

    Der Aktivitäter e.V. lädt zum Tag der Poesie zu einem besonderen Erlebnis mit poetischen Texten und Gänsehautmomenten ein. In stimmungsvoller Atmosphäre werden im Kinosaal des NEU-Deli Geschichten und...

  • Bild
    Darstellerinnen in Kostümen auf einer schwarzen Bühne, lange weiße Stoffbahnen

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

    Theaterstück nach dem Roman von Lilly Lindner

    Phoebe schreibt Briefe. An ihre große Schwester April. Denn aus dem Nichts war April fort, eingewiesen in eine Klinik, weil sie aufhörte zu essen. Phoebe hat unzählige Fragen. Wie kann ein Mensch...

  • Bild
    Szenenfoto: Giraffe, Elefefant und Löwe (beziehungsweise Darsteller in entsprechenden Kostümen) auf der Bühne. Die Elefantin hat einen Telefonhörer in der Hand, die drei lauschen.

    Die Konferenz der Tiere

    von Erich Kästner

    „Es geht um die Kinder!“ – Kästners Botschaft sollte ein Weckruf für uns alle sein, denn: seit der Erstveröffentlichung seines Romans im Jahre 1949 hat sich nicht allzu viel getan. Ein Elefant, ein...

  • Bild
    Sandra Kreisler

    Sandra Kreisler

    Kreisler singt Kreisler - die unbekannten Chansons von Georg Kreisler

    Sie hat Ecken und Kanten. Solche, die sich schwer schleifen lassen und an denen sie sich manchmal selbst blaue Flecken holt. Kleine Narben, die dafür stehen, dass sie etwas erlebt hat. Und das ist...

  • Bild
    Eine Frau liegt auf Pflanzen. Viel Pink. Einige Totenschädel

    Exodus

    von Philipp-Michael Schlöter

    Lehrmeisterin Elsbeth bildet ihre Tochter Aila rigoros für den gefährlichen Marsch in die Weite aus. Kurz vor ihrem Antritt jedoch kehrt Krieger Ilias unerwartet in die Stadt Saguel zurück. Gezeichnet...