Steigende Verkaufszahlen von Kassetten seit Anfang der 2010er Jahre haben die Massenmedien immer wieder dazu veranlasst, ein Tape Revival zu verkünden.
Nichtsdestotrotz haben Projekte, Läden und Labels in DIY Punk, Noise und Hip-Hop Szenen Kassetten durchgehend in den 1990er und 2000er Jahren benutzt, während sie vom Massenkonsum als Relikt vergangener Zeiten betrachtet wurden. Dieses Buch widerspricht der landläufigen Meinung, dass das aktuelle Interesse an Tapes lediglich ein flüchtiger Nebeneffekt des Hypes um Schallplatten ist. Vielmehr beruht das Fortbestehen der Kassette auf einem Mix aus kulturellen, wirtschaftlichen und materiellen Faktoren die Musik im Zeitalter der neuen Medien prägen.
Anhand von Interviews mit 85 Menschen die in Japan, Australien und den USA Plattenläden betreiben, Musik als Hobby und professionell verfolgen und sammeln präsentiert „Tomorrow on Cassette“ eine grundlegende Untersuchung darüber, wie die Bedeutung der Kassette als Werkzeug für Kreativität im 21. Jahrhundert fortbesteht.
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