Porträtkonzert: Eloain Lovis Hübner

Jakob Grimm | Jakub Gucik | Krešimir Lulić | Krzysztof Guńka

Beteiligte:
Eloin Lovis Hübner, Komposition
Jakob Grimm, Posaune
Jakub Gucik, Violoncello
Krešimir Lulić, Akkordeon
Krzysztof Guńka, Tenorsaxophon

Programm:
Vier kurze Stücke für erweiterte Posaune, Nr. 1 (2022)
E 56.9 für Violoncello solo (2025)
Vier kurze Stücke für erweiterte Posaune, Nr. 2 & 3 (2022)
gestalt und zersetzung 1 für Akkordeon solo (2020, Deutsche Erstaufführung)
Vier kurze Stücke für erweiterte Posaune, Nr. 1 (2022)
T 5.48 für Tenorsaxophon solo (2025)

Inhalt:
Seit vielen Jahren sind umfassende Experimente und Improvisationen auf Instrumenten sowie die Entwicklung radikal anderer Spieltechniken oder baulicher Erweiterungen integrale Bestandteile der kompositorischen Praxis von Eloain Lovis Hübner. Diese spiegeln sich in Ensemblekompositionen ebenso wider wie in Composer-/Performer-Arbeiten, in denen Hübner Instrumente spielt, die dey »nicht spielen kann«. Am deutlichsten jedoch spricht dieses Interesse am Erforschen des baulichen Materials und seiner physikalischen Eigenschaften aus einer Reihe von Solostücken, die seit 2020 entstanden sind.
Ein Solokonzert für vier Musiker

Die »Vier kurzen Stücke für erweiterte Posaune«, 2022 während eines Aufenthalts in der Niedersächsischen Stipendiat:innenstätte Künstlerhof Schreyahn entstanden, wurden im selben Jahr beim Musik 21 Festival uraufgeführt., seither beim Label NEOS auf CD veröffentlicht, von mehreren Posaunist:innen aufgegriffen und durch deren Erfindergeist verfeinert und individuell ausgeformt. »E 56.9« für Cello und »T 5.48« für Saxophon setzen Hübners enge Zusammenarbeit mit dem Krakauer Ensemble Spółdzielnia Muzyczna fort und sind den Ensemblemitgliedern Jakub Gucik und Krzysztof Guńka gewidmet – den perfekten »Partners in Crime« bei der experimentellen Erweiterung der spieltechnischen Grenzen ihrer jeweiligen Instrumente. Als klanglicher Kontrast ist das ruhige Akkordeonstück »gestalt und zersetzung 1« beim Musik 21 Festival (2026 in Göttingen) erstmals in Deutschland zu hören.

Das Konzert wird ermöglicht durch ein Stipendium des Künstlerhof Schreyahn.

»Was sind das für Zeiten?« – Das Musik 21 Festival 2026

Schweigen oder Schreien? Agieren, reagieren — aber wie? Oder wegschauen? Im Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Schrei und Stille, entfaltet das Musik 21 Festival 2026 sein Programm und greift Bertolt Brechts Frage auf: »Was sind das für Zeiten?« – eine Frage, die auch heute nichts an ihrer Aktualität verloren hat. »Was sind das für Zeiten?«, schrieb Bertolt Brecht 1934 in seinem Gedicht An die Nachgeborenen und klagte an, dass ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen sei, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließe. So reagierte er auf künstlerische Weise auf das Schweigen über die Untaten seiner Zeit, die unseren wohl ähnlich sind: Faschismus, Militarismus, Kriegs- und Vernichtungsbedrohung und nicht zuletzt eine hegemoniale Unempfindlichkeit. Mehr Infos unter musik21festival.de

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