Konzert "Sommerträume - oder mit Myrten und Rosen" 17. August 2025 | 17 Uhr | St. Christophoruskirche | Kirchberg, 37130 Gleichen-Reinhausen
aus Robert Schumann "Liederkreis" op. 24 und op. 39
Werke von Johannes Brahms und Clara Schumann
Besetzung: Eilika Wünsch - Sopran
Luminitza Petre - 1. Violine
Axel Hess - 2. Violine
Lucian Moraru - Viola
Jan Sekcaci - Violoncello
Bernhard Wünsch - Klavier und Moderation
über die Lieder Robert Schumanns:
Das Jahr 1840, das "Jahr der Wunder", das Jahr, in dem er Clara heiraten sollte, begann für Robert Schumann mit der Komposition des Liederkreises op 24. Es war eines der produktivsten Jahre in Robert Schumanns Künstlerleben. Es war vor allem ein, wenn nicht das Jahr der Lieder. In dem Dichter Heinrich Heine hatte Schumann einen verwandten Geist gefunden, eindrucksvoll wird dies vor allem in der "Dichterliebe" deutlich. Aber auch im wenige Monate zuvor komponierten Liederkreis op. 24 klingt schon vieles an, was später den Liedkomponisten Schumann ausmacht. In den Jahren zuvor hatte Schumann fast ausschließlich Klaviermusik komponiert und sich in seinen Ausdrucksmöglichkeiten mehr und mehr eingeschränkt gefühlt. Als er schließlich die Lyrik Heinrich Heines und dessen "Buch der Lieder" für sich entdeckt, ist es, als ob sich ein Knoten löst; der Liederkreis op. 24 ist schwärmerischer erster Ausdruck einer neuen Hochstimmung Schumanns und eines bislang kaum gekannten Tatendrangs.
Kurz: Mit Schumann und Heine haben zwei große romantische Geister zueinander gefunden.
Demgegenüber stellen wir Lieder aus dem Liederkreis op. 39 nach Texten von Joseph von Eichendorff, der berühmt wurde durch die Komposition "Mondnacht", eines der bekanntesten und beliebtesten im Reigen Schumann'scher Lieder. Schumann komponierte diesen Liederkreis op. 39 zwischen Mai und Juni 1840.
Eichendorff wurde neben Heine zu einem der bedeutendsten Dichter für Schumann, weil er dort sein romantisches Lebensgefühl wiederzufinden glaubte, das sich vor allem im Erwecken einer unendlichen Sehnsucht und Verträumtheit äußert und den ganzen Liederkreis durchzieht. Schumann beleuchtet Eichendorffs Lyrik mit musikalischen Mitteln neu und entwickelt sie auf der Basis aller im Text enthaltenen Motive weiter. So wird die Vorlage nicht nur tonmalerisch ausgedeutet, sondern an einigen Stellen auch durch Hinzufügen eigener Sinngebung erweitert. Wie viele Werke dieser Zeit, so ist auch op. 39 durchaus autobiografisch motiviert.Auch in dieser Musik finden sich musikalische Linien, die für den Streicherklang nahezu ideal sind und die, in die Streicher gelegt, den Facettenreichtum dieser Komposition verdeutlichen.
Es werden in dem Konzert nicht alle Lieder der Liederkreise erklingen, das Programm wird mit Kammermusik (Streichquartett), sowie mit Werken von Johannes Brahms und Clara Schumann erweitert.
Da das Kunstlied, dieses große Gut, den Künstlern sehr am Herzen liegt, haben sie auch hier z. Teil eigene Arrangements erarbeitet und geschrieben, auf die Sie sich freuen können!

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