Ein handgenähtes Püppchen, die zerbrochene Brille oder eine alte Suppentasse – manchmal sind es scheinbar unscheinbare Dinge, an denen Erinnerungen hängen und die mit intensiven Erlebnissen verknüpft sind. Was sie zu erzählen haben und warum ihre Besitzer sie bei sich trugen, als sie im Grenzdurchgangslager Friedland angekommen sind, wird in diesem 2,5 stündigen Workshops erarbeitet.
Anhand von Objekten, Fotos, Dokumenten und einer Biografie rekonstruieren die Teilnehmer*innen in Kleingruppen die Geschichte einer Person und können sie im anschließenden geführten Rundgang mit Informationen über die historisch-politischen Hintergründe ihrer Flucht oder Ausreise verknüpfen. Über persönliche Biografien regt dieser Workshop zur Auseinandersetzung mit Flucht- und Migrationsgeschichte(n) sowie zur kritischen Reflexion historischer Ereignisse an. Er stellt aber auch Bezüge zur Gegenwart her und beleuchtet die aktuelle Situation von Asylsuchenden und Spätaussiedler*innen in Friedland. Darüber hinaus sensibilisiert er für die Aussagekraft individueller Erlebnisse oder persönlicher Objekte als „Zeitzeugen“ und kann zu eigenen Projekten im Bereich der Oral History motivieren. Nach Bedarf werden auch Arbeitsaufträge und Anregungen für die Nachbereitung im Deutsch- oder Geschichtsunterricht angeboten.
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Dauer: ca. 2.5 bis 4 Stunden (nach Absprache)
Arbeitsweise: Impulse, dialogische Führung, Gruppenarbeit
Fächerbezug: Geschichte, Deutsch, Ethik und Religion für Sek I
Dieser Workshop wird auch in digitalem Format angeboten.
Sie haben noch Fragen, möchten einen Termin buchen oder sich zunächst beraten lassen? Kontaktieren Sie uns gern!
Angela Steinhardt
Tel.: 05504/8056-204
bildung@museum-friedland.de
https://www.museum-friedland.de/bildung/vermittlungsangebote-fuer-schul…
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