Kooperation mit Förderverein Solling-Hospiz Christine Amalie e. V.

Handlung

In Philipp Dörings Dokumentarfilm wird der Alltag auf der Palliativstation des Berliner Franziskus-Krankenhauses gezeigt. Im Mittelpunkt stehen reale Menschen, darunter der Arzt Sebastian Pfrang, der Palliativmediziner Winfried Hardinghaus, die Ärztin Annette Ortmann und Tabea Sammer, die jeweils sich selbst spielen. Döring begleitete über mehrere Monate hinweg die Arbeit auf der Station, Visiten und Gespräche mit Patienten und Angehörigen. Auch die internen Beratungen des medizinischen und pflegerischen Teams wurden gefilmt. Dabei geht es nicht nur um Krankheit und Sterben, sondern auch um persönliche Lebensgeschichten, Wünsche, Ängste, Fortschritte und zwischenmenschliche Beziehungen. Die Palliativmedizin zielt nicht darauf ab, eine unheilbare Erkrankung zu heilen, sondern die verbleibende Lebenszeit möglichst lebenswert und selbstbestimmt zu gestalten. Der Film zeigt, wie individuell diese Situationen sind und wie Ärzte, Pflegekräfte, Patienten und Angehörige gemeinsam Entscheidungen über Behandlung, Unterstützung und Abschied treffen.

Hintergrund

„Palliativstation“ ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm des Regisseurs Philipp Döring. Er war auch für Kamera, Schnitt und Produktion verantwortlich. Seine Weltpremiere feierte er 2025 im Forum der 75. Berlinale. Mit einer Laufzeit von 245 Minuten ermöglicht der Film eine sehr ausführliche Beobachtung des Stationsalltags. Döring verzichtet weitgehend auf eine klassische dokumentarische Erklärstruktur und lässt Situationen, Gespräche und Begegnungen ausgiebig wirken. Dadurch entsteht ein unmittelbarer Einblick in einen Bereich des Gesundheitswesens, der normalerweise stark von persönlichen und medizinischen Grenzen geprägt ist. Die Berlinale beschreibt den Film als Institutionsbeobachtung. „Palliativstation” wurde 2025 unter anderem mit dem Heiner-Carow-Preis der Berlinale und dem 3sat-Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.

Fokus
Dauer
5 Stunden
Veranstaltungssprache

Deutsch

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