Tenor – Eine Stimme, zwei Welten (2022)

französische Komödie

FSK 12 | Komödie

 

Handlung

Antoine (Mohammed Belkhir) ist ein junger Mann aus den Pariser Vorstädten, der ohne große Überzeugung ein Buchhaltungsstudium absolviert. Er teilt seine Zeit zwischen Rap-Battles, bei denen er sein Talent unter Beweis stellt, und seiner Tätigkeit als Sushi-Lieferant auf. Bei einem Einkaufsbummel in der Opéra Garnier kreuzt sich sein Weg mit dem von Madame Loyseau (Michèle Laroque), die an dieser ehrwürdigen Institution als Gesangslehrerin arbeitet. Sie erkennt in Antoine ein rohes Talent, das es zu fördern gilt. Trotz seiner fehlenden Opernerfahrung ist Antoine von dieser Ausdrucksform fasziniert und lässt sich überzeugen, den Unterricht von Madame Loyseau zu besuchen. Antoine bleibt keine andere Wahl, als seine Familie, seine Freunde und die ganze Stadt zu belügen, denn für sie ist die Oper ein Ding der Bourgeoisie, weit entfernt von ihrer Welt.

Hintergrund

Der Film ist eine französische Produktion von Claude Zidi Jr., dem Sohn des bekannten Regisseurs Claude Zidi. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Cyrille Droux. In den Hauptrollen sind Michèle Laroque und MB14 (bürgerlich Mohamed Belkhir) zu sehen. Letzterer ist insbesondere als Beatboxer bekannt und kann seine musikalische Erfahrung authentisch in die Rolle einbringen. Dies war für die Produktionsentscheidung von zentraler Bedeutung.

Ein wesentlicher Hintergrund des Films ist die bewusste Verbindung von urbaner Musikkultur mit klassischer Oper. Damit greift die Produktion ein Spannungsfeld auf, das in Frankreich auch kulturpolitisch diskutiert wird: die Öffnung traditioneller Hochkulturinstitutionen für neue Zielgruppen. Gedreht wurde überwiegend in Paris. Dabei wurden reale Schauplätze wie die Opéra Garnier genutzt, um Authentizität zu erzeugen. Die musikalische Ausrichtung des Films kombiniert klassische Opernarien mit modernen Einflüssen, was sich auch in der Besetzung widerspiegelt. Somit positioniert sich der Film als Beitrag zur Popularisierung der Oper in einem zeitgenössischen, jüngeren Kontext.

Fokus
Mindestalter
ab12 Jahre
Dauer
2 Stunden 30 Minuten
Veranstaltungssprache

Deutsch

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