Irgendwo auf dem Land wartet ein Volk auf Nachricht. Eigentlich kein Volk mehr, eher die Reste einer Gesellschaft, die Daheimgebliebenen, die der Krieg nicht gebrauchen konnte, die Frauen und Kinder, die Kranken, Alten und Versehrten. Die Kriegsfähigen sind schon vor langer Zeit ausgezogen. Die Zurückgebliebenen warten zwischen Furcht und Hoffnung auf Nachrichten von ihren Angehörigen, Meldungen über Sieg oder Niederlage. Auch Atossa wartet sehnsüchtig auf ein Lebenszeichen ihres Sohnes, dem Perserkönig Xerxes, der den Krieg gegen die Griechen angezettelt hatte. Plötzlich taucht ein Bote auf und berichtet vom Verschwinden des Perserheeres nach einer Flut. Der Grund für das Scheitern soll menschliche Hybris gewesen sein. Doch es folgen weitere Boten, deren Berichte sich widersprechen oder sich zumindest immer mehr von dem entfernen, was gewesen sein könnte. In ihrer Überschreibung von »Die Perser« geht es Ivana Sokola um die Unzuverlässigkeit von Erzählungen, die Vermittelbarkeit von Bildern und die Fiktionalität von Krieg. Wie verarbeiten die Daheimgebliebenen die Situation des Krieges? Wie geht das Volk damit um, wenn die Versehrten zurückkehren? Und welche Geschichten bringen die Geister der Vergangenen wieder ans Licht?

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Scharfer Blick
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