Sonderveranstaltung: Zwangsarbeit und KZ-Terror in Südniedersachsen

Eine Führung durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit“

Status
Findet planmäßig statt
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Spendet für die Übersetzung der Ausstellung ins Englische! 

Hier findet sich das Crowdfunding: https://www.wirwunder.de/project/141232

Nach ihrer Befreiung 1945 sind viele Überlebende der nationalsozialistischen Konzentrationslager in ein englischsprachiges Land ausgewandert. Die Ausstellung "Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" ist bisher nur auf Deutsch und Polnisch, sowie in Teilen auf Niederländisch und Italienisch übersetzt. Wir möchten die Ausstellung auf Englisch übersetzen lassen. In der Woche vom 19. bis zum 25. Mai führt die Sparkasse Göttingen einen Spendenmarathon durch, an dem wir uns mit dieser Veranstaltung beteiligen wollen!

Das mörderische System der nationalsozialistischen Konzentrationslager erstreckte sich bis nach Südniedersachsen. Zwei große Außenkommandos des KZ Buchenwald befanden sich in Brunshausen bei Bad Gandersheim sowie in Duderstadt. In unserer Ausstellung zeigen wir Elemente der letzten KZ-Baracke aus Duderstadt. Dass sie noch im Jahr 2008 einfach abgerissen werden konnte, legt beredtes Zeugnis ab von der schwierigen Auseinandersetzung um die NS-Vergangenheit in der Region. Jahrzehntelang wurde totgeschwiegen, dass es diese Lager überhaupt gegeben hatte.

In der Führung wollen wir den Hintergrund des KZ-Außenkommandos Duderstadt erklären und die Situation seiner Insassinnen beleuchten: Mehr als 750 größtenteils ungarische, aber auch polnische und tschechoslowakische Jüdinnen, die über die KZ Auschwitz und Bergen-Belsen im November 1944 nach Duderstadt deportiert wurden, mussten hier Zwangsarbeit in der Munitionsfabrik Polte leisten. Auch auf die Außenkommandos Brunshausen und Weende sowie auf das Jugend-KZ Moringen wird in der Führung eingegangen. Etliche zivile Zwangsarbeitende aus der Region wurden zudem von der Gestapo zur Disziplinierung in KZ und ähnliche Straflager gesteckt. Wir wollen diskutieren, was das für die Zwangsarbeitenden bedeutete und wie wir heute angemessen an diese Lager erinnern können.

Freier Eintritt
Ja
Einlass
30 Minuten vor Beginn

Veranstaltungsort

Veranstaltungsort
Adresse

Godehardstraße 11
37081 Göttingen
Deutschland

Verortung
Art der Veranstaltung
Vor Ort

Veranstalter:in

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